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Now/ Always

Jetzt/ Immer

Before the beginning and after the end
and all is always now

T.S. Elliot, Burnt Norton

Die beiden Videoprojektionen Jetzt / Immer der Künstlerin Jutta Strohmaier laden die Ausstellungsbesucher auf eine suggestive Reise ein. Die gezeigten Videobilder referieren auf Bäume, Natur, Blattwerk – eine Fahrt durch eine Allee. Das dargestellte Szenario wird jedoch nur angedeutet. Die Künstlerin hat sich darauf beschränkt das Spiel von Licht und Schatten auf ihrem Weg einzufangen. Die wechselnden Lichtverhältnisse der montierten Aufnahmen führen eine Rhythmisierung des Raumes ein, der sich als Gewebe von Schattenstrukturen darstellt. Der Gleichzeitigkeit und Überblendung von unterschiedlichen Blickachsen in der zentralen ersten Videosequenz steht im zweiten Video eine Fahrt gegenüber, in der sich das Bild fortwährend entzieht. Die Mehrdeutigkeit zwischen Bild und Abbild, Objekt und Schatten, Fläche und Raum, Bewegung und Stillstand wird dabei durch eine collagenartige Toninstallation unterstrichen. 

Strohmaier begibt sich in ihrer Arbeit auf die Suche nach der Qualität des Augenblicks. Durch die Überlagerung und Transformation von räumlichen und zeitlichen Parametern wird eine Ästhetik der Bewegung und Veränderung eingeführt. Die Anordnung der Projektionen in Verbindung mit der Soundinstallation dokumentieren das Erleben einer räumlichen Erfahrung. Der ursprüngliche Ereignisraum steht dabei jedoch nicht im Vordergrund. Die Künstlerin schafft mit poetischen Mitteln eine Verbindung zwischen äußerem Erleben und möglichen Innenwelten/ Erinnerungen.

Now/ Always

is a video and sound installation with 2 projection screens and a 4 channel surround soundtrack. It is an invitation to a suggestive journey. The two video screens refer to trees, nature, foliage – a trip along an treelined street. But the whole scenery is just to be seen as adumbration. I limited myself to catching only the play of lights and shadows on my path. The changing light situations invent a rhythmical space that is formed as a netting of shadow structures.

For the first video I walked down the street and shot different perspectives of the shadow structures and the moving leaves with a fixed camera. These different viewing angels were than animated in a movie. The second projection shows a ride along exactly the same treelined street. The camera was fixed on a bicycle and filmed the passing ground.  

The ambiguousness of image and picture, object and shadow, surface and space, movement and standstill is underlined by a collage-like sound installation. With this work I go on a search for the quality of a moment. Through transformation and overlapping of spatial and chronological parameters I try to invent an aesthetic of movement and change, seeking a space of memory, the floating sense of childhood.


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